Tumult, Clubkonzert Berlin
Mit „Tumult“ hat Herbert Grönemeyer in jeder Hinsicht an die großen Erfolge seiner vierzigjährigen Karriere angeschlossen.„Tumult“ ist vor allem auch ein politisches Album: das Werk eines Künstlers, der Stellung bezieht; der in den nervösen Zeiten, in denen wir leben, zu Gelassenheit rät, aber auch zu Entschiedenheit – und dazu, sich nicht zu verbiegen: „Verständnis ist nie schlecht“, heißt es in dem Lied „Fall der Fälle“: „Aber kein Millimeter nach rechts bewegt / Es ist ein Geistesgefecht“.Zum ersten Mal hat er die neuen Songs im Oktober 2018 bei einem Klubkonzert präsentiert und erprobt, im Radialsystem V am Berliner Spreeufer. Es ist ein kleiner, zarter, intimer Rahmen für die neuen Songs und auch ein paar Klassiker. Es gibt kein Podest, alles geschieht auf Augenhöhe. Das Publikum sitzt fast auf Tuchfühlung mit dem Sänger und seiner Band, an den schönsten Stellen tanzt Herbert Grönemeyer durch es hindurch wie auf einem Familienfest; und man merkt ihm an, wie froh, aber auch erwartungsvoll unruhig er dabei ist, seiner Familie diese neuen Songs vorzutragen.Er ist eben auch der größte Songwriter, den wir seit vierzig Jahren besitzen; ein Künstler, der standfest ist und doch niemals stillsteht.
