Ein Sonntag im Oktober
Im Oktober 1944 versucht der ungarische Reichsverweser Miklos Horthy, aus dem Bündnis mit Hitler und Mussolini auszusteigen und den Krieg für Ungarn zu beenden. Aufgrund seiner Unentschlossenheit mißlingt das Vorhaben. Eine Rekonstruktion der historischen Ereignisse in fiktiven, aber sachlich nachgestellten Szenen, die sowohl das deutsch-ungarische Verhältnis jener Jahre als auch die machtpolitischen Strömungen in der Führung beschreibt. Der Film des hervorragenden Regisseurs (Kalte Tage, 1966) und Dokumentaristen Kovácz (geboren 1925) ist weniger eine politische Analyse als vielmehr eine genaue Bestandsaufnahme. Für Zuschauer, die die historischen Hintergründe nicht kennen, erleichtern eingefügte Dokumentaraufnahmen den Zugang.